Lebenslauf
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Sie interessieren sich für mein Leben? Dann sind Sie hier richtig, auf dieser Seite erfahren Sie alles von A bis Z.
Am Anfang war... meine Geburt 1960 in Hamburg. Ja, ich bin tatsächlich ein "waschechter Hamburger", da ich mit meinen Eltern Hamburg aber bereits wieder verließ bevor ich sprechen lernte, merkt man davon heute nichts mehr...
In den folgenden Jahren hieß es dann nur noch: Lernen, lernen, lernen... Im Jahr 1981 beendete ich meine schulische Laufbahn mit dem Abitur am damaligen "Neuen Gymnasium" (jetzt Wilhelm-Busch-Gymnasium) in Stadthagen. Leider war ich meiner Zeit weit voraus, Informatik gab es damals noch nicht als Leistungskurs. Glücklicherweise interessiert sich heute kaum noch jemand für Abiturzeugnisse...
Kaum hatte mich die Schule entlassen, nahm mich die Bundeswehr unter ihre Fittiche. Beim Bund habe ich einiges gelernt, z.B. wie man Hemden faltet, Krawatten bindet, ich durfte (noch einmal) den Führerschein für PKW machen, lernte zu funken (wobei sich die mehrjährige CB-Funk-Erfahrung als recht nützlich erwies), machte diverse Sanitätskurse mit und durfte zu guter Letzt sogar noch den Führerschein für LKW machen! Mittendrin lernte ich Anfang 1982 auch Andrea kennen, die ich sieben Jahre später vor den Traualtar führte.
Nach zwei Jahren entließ mich die Bundeswehr 1983 schweren Herzens, aber ich wollte Dinge lernen, die die Bundeswehr nicht auf ihrem Wochenplan hatte. Deshalb begann ich noch im gleichen Jahr an der Uni Hannover ein E-Technik-Studium, musste aber bald erkennen, dass es in Wirklichkeit ein gut getarntes Maschinenbau-Studium war. Da zu diesem Zeitpunkt der Lötkolben auch immer öfter kalt blieb und ich stattdessen immer mehr vor dem Computer saß (für die Nostalgiker: meine "Karriere" begann ich 1979 auf einem programmierbaren Taschenrechner TI 58, der bereits 1980 einem Commodore CBM 3032 mit Datasette weichen musste. Ende 1982 musste dann ein Commodore C-64 her, endlich konnte ich mir auch ein Diskettenlaufwerk leisten) und BASIC-Programme entwickelte (BASIC: Beginners All purpose Symbolic Instruction Code, eine einfache Programmiersprache, die ich mir auf dem CBM 3032 selbst beigebracht hatte), entschloss ich mich bereits im 2. Semester, von Elektronik auf die Informatik umzusatteln und verließ die Uni bereits 1984 wieder.
Zu meinem Glück eröffnete im gleichen Jahr das "Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe e.V." (kurz: b.i.b.) eine Schule in Hannover. Während meiner zweijährigen Ausbildung zum "Technischen Assistenten für Informatik (staatl. geprüft)" lernte ich neben diversen Programmiersprachen (FORTRAN, PASCAL, 8086 Assembler, COBOL) auch einiges über Digitalelektronik, Datenbank-Design, Wirtschaftsinformatik und Betriebssysteme. Und der erste PC mit Intel-Prozessor kam 1985 ins Haus: ein Apricot F1, ein geniales Gerät mit 8086 Prozessor, 3 1/2" Diskettenlaufwerk (lange, bevor IBM es "erfand") Infrarot-Tastatur, ... nur leider nicht 100% IBM-kompatibel, weil Apricot z.B. "dummerweise" den Bildschirmspeicher nicht oberhalb der ersten 640 KB Speicher anlegte...
Nach Abschluss meiner Ausbildung beim b.i.b. begann ich 1986 meine berufliche Laufbahn bei der Olivetti GmbH in Frankfurt. Als Systemberater im Großkunden-Support präsentierte und supportete ich die Büroautomationssoftware "Q-Office" unter UNIX SVR4, bis diese 1988 durch das Olivetti-eigene Büroinformationssystem "IBIsys" abgelöst wurde, ebenfalls unter UNIX. Neben dem Produkt-Support führte ich Systemverwalter-Schulungen für IBIsys durch und leitete Kunden-Projekte mit IBIsys.
1989 sagte Andrea dann endlich "Ja" und im Juli wurde Hochzeit gefeiert. Im gleichen Jahr unternahm ich meine ersten Schritte in der DFÜ, ausgerüstet mit Akkustikkoppler und Terminalprogramm erforschte ich die Mailbox-Szene im Rhein-Main-Gebiet. Bereits ein Jahr später wurde ich Node im Fido-Netz (2:248/19). 1991 hatte ich dann endgültig genug vom "Multitasking" unter DOS/Windows 3.1. Ein richtiges Betriebssystem musste her! Die Wahl fiel auf OS/2 V1.3 und endlich konnte ich auf meinem PC im Hintergrund auch eine Mailbox laufen lassen: die MoonFlower war geboren!
1993 endete die Ebbelwoi-Ära, wir zogen wieder in den Raum Hannover und ich versuchte für Olivetti Hannover, IBIsys auch in der Öffentlichen Verwaltung Niedersachsen einzuführen. Weil die Hannoveraner dem heißblütigen Produkt aus Italien etwas verschlossen gegenüberstanden, gab Olivetti dieses Projekt 1994 wieder auf und ich wechselte in den Bereich "Banken & Versicherungen". Endlich durfte ich auch beruflich mit OS/2 arbeiten! So testete ich z.B. die OS/2-Kompatibilität von Olivetti-PCs für den Einsatz bei der dvg Hannover (danach FinanzIT, jetzt Finanz Informatik). Aber auch nach Frankfurt zog es mich immer mal wieder: für die Commerzbank AG installierte ich das User-Helpdesk (natürlich alles unter OS/2!), das 1996 dann noch einmal erweitert und um einen CID-Server (CID = Configuration, Installation and Distribution) ergänzt wurde, damit im Bedarfsfall jeder UHD-PC vollautomatisch komplett neu installiert und konfiguriert werden konnte.
Nach 11 Jahren voller Höhen und Tiefen verließ ich 1997 dann Olivetti. Gerade noch rechtzeitig, denn wenige Monate später meldete Olivetti Systems & Services (oder auch Olsy) Deutschland Konkurs an. Ich fühle mich unschuldig daran, blicke aber mit einer Träne im Auge auf diese Zeit zurück... Aber das Leben ging weiter: Als System Engineer bei Computacenter (ehemals CompuNet) in Hannover blieb mein beruflicher Schwerpunkt bei der FinanzIT und den Sparkassen in Niedersachsen. Bis Ende 1999 machte ich den mobilen Support für die ADS-Arbeitsplätze (ADS: Arbeitsplatz der Superlative, ein Anwendungspaket der dvg, natürlich für OS/2; angeblich steht ADS auch für Anwender-Dialog-System) in ganz Niedersachsen. Anfang 2000 begann ich, mein Wissen um Windows NT, Citrix MetaFrame und EDM von Novadigm (inzwischen von HP übernommen) zu erweitern und war dann überwiegend im Sparkassenumfeld und bei der NORD/LB tätig.
Nach fast 10 Jahren entschloss ich mich dann, die MoonFlower Mailbox zum 30.06.2000 zu schließen. Dieser Schritt fiel mir nicht leicht, aber Dank Internet und Flat-Rate ging die Userzahl beständig zurück und der benötigte Aufwand stand in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen der Mailbox...
Ab März 2001 habe ich dann bei der ivv GmbH (das Rechenzentrum der öffentlichen Versicherer in Niedersachsen) die Betreuung von rund 80 OS/2-Servern übernommen, auf denen u.a. die zentrale Anwendung iVAS lief. Nach der Migration dieser Anwendung auf Solaris habe ich meine Tätigkeit bei der ivv GmbH zum Jahresende 2002 beendet.
Nachdem ich 2002 bereits privat von OS/2 auf Linux migriert habe, habe ich 2003 begonnen, mich auch beruflich intensiver mit Linux zu befassen. So habe ich Anfang 2003 die Zertifizierung zum RHCT (Red Hat Certified Technician) bestanden. Im Frühjahr 2004 begann ich mit den Vorbereitungen für die LPI-Level 1-Zertifizierung. Die erste Prüfung bestand ich erfolgreich im Mai 2004. Zeit für die zweite erforderliche Prüfung blieb nicht, denn der Deutsche Bundestag in Berlin rief und in den Folgemonaten habe ich mich dort mit den Themen Software-Verteilung unter Linux (Autoyast, RedCarpet), Software-Paketierung und der Fehlersuche bei der Installation von Linux-Servern befasst. Kurz vor der großen Migration verließ ich das Projekt, was aber sicherlich nicht der Grund für den Fehlschlag der Migration war. Den Rest des Jahres verbrachte ich mal wieder bei der FinanzIT für meinen letzten OS/2-Rollout. R.I.P.
Im Jahr 2005 ging es dann für den 2. Anlauf wieder nach Berlin zum Deutschen Bundestag. Diesmal befasste ich mich überwiegend mit dem Hardware-Management der IBM- und HP-Server (IBM Director bzw. HP Insight Manager) unter Linux. Vom Bauen und Testen der RPM-Pakete über das Installations- und Administrationshandbuch bis zum Testen der Client- und Serverkomponenten war alles dabei. Diesmal durfte ich auch bei der Migration von knapp 100 NT-Servern nach Linux teilnehmen. Tja, und die verlief dieses Mal erfolgreich...
Wieder zurück in Hannover bestand ich auch die zweite Prüfiung für die LPI Level 1-Zertifizierung und darf jetzt offiziell dieses schöne Logo verwenden:
Ab November 2005 half ich dann im Serverbetrieb der Sparkasse Hannover aus und und betreute dort knapp 20 Sun-Server mit Solaris 8 und 9.
Im Juli 2006 ging
es dann für 8 Monate in das schöne Leverkusen.
Bei Leverkusen denkt man natürlich erst mal an eine Firma...
Ich habe also für 8 Monate bei der Bayer
Business Services GmbH (kurz BBS) im 2nd Level Support ausgeholfen und primär
HP-UX- und
Solaris-Server sowie ein wenig Red
Hat Linux und Oracle
betreut.
Anfang 2007 wollte ich meine RHCT-Zertifizierung aufrischen, habe dann aber versehentlich gleich diePrüfung zum RHCE (Red Hat Certified Engineer) bestanden.
Im März 2007 ging es dann wieder zurück ins schöne Hannover. Seit diesem Datum betreue ich bei der E.ON IS GmbH Linux-Server unter SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 9 und 10.
Zu guter Letzt: in meiner (knappen) Freizeit befasse ich mich immer mal wieder mit der Geschichte der Familie Schwabedissen. Dabei schwirrte in den letzten Jahren auch immer wieder die Idee einer eigenen Domain "Schwabedissen.de" durch den Kopf, um auf diesem Weg weitere Familienmitglieder kennenzulernen und die Verbindungen untereinander zu erforschen. Aber wie sagte schon Gorbi: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." Eines Tages musste ich feststellen, dass nicht nur Schwabedissen.de vergeben war, nein, auch Schwabedissen.com war bereits weg... Nun hieß es schnell handeln und noch einen Domain-Namen sichern, bevor alle Schwabedissen der Welt auch ins Internet strömten. Zuerst entstand am 13. August 1999 die erste eigene Homepage bei T-Online und seit dem 9.9.99 war auch die eigene Domain Realität (http://Schwabedissen-Online.de). Als es im Februar 2004 dann möglich wurde, Schwabedissen.name zu registrieren, schlug ich natürlich zu. Seitdem ist die Homepage unter http://Schwabedissen.name zu erreichen. Alles weitere finden Sie nun hier...
Letzte Änderung: 22.02.2009